
Die Mehrzahl der proktologischen Krankheitsbilder ist konservativ behandelbar. Unmittelbare OP-Notwendigkeit besteht bei Eiterungen (periproktitischen und anderen Abszessen) und vielen bösartigen Erkrankungen des Afters und des Enddarms (z.B. Rektumkarzinom). Bei einer Reihe von proktologischen Krankheiten ist aber die Operation zu empfehlen, um ein Fortschreiten und damit einen komplizierteren Verlauf zu vermeiden (Darmvorfall, Analfisteln, unklaren Veränderungen…).
Für die meisten proktologischen Operationen ist eine Narkose erforderlich. Hier gibt es verschiedene Narkosemöglichkeiten. Dies ist Voraussetzung für eine gute Übersicht und für ausreichenden „Platz“ in einer sonst sehr engen Region. Unter der Narkose öffnet sich der Schließmuskel. Auch ist durch die Narkose die vollständige Schmerzfreiheit in einem höchst empfindlichen Körperbereich gewährleistet.
Schon seit vielen haben wir eine enge Kooperation mit den KH Eilenburg. Somit ist bei Wunsch eine unkomplizierte anschließende operative Therapie im Krankenhaus Eilenburg durch Frau Kruse oder die dortigen Kollegen möglich. Viele proktologische Eingriffe erfolgen ambulant oder kurz stationär. Für spezielle Operationen, welche nicht zum OP-Spektrum der Klinik gehören, können wir Ihnen auch Empfehlungen geben. Wir folgen dann gern Ihren Wünschen.
Kleine Eingriffe sind gut in örtlicher Betäubung durchführbar. Das Unterspritzen des Gewebes mit einem örtlich wirksamen Betäubungsmittels (Lokalanästhesie) ist nur einige Sekunden schmerzhaft. Dann können ebenso völlig schmerzlos z.B. Polypen und kleine Hautveränderungen abgetragen bzw. Gewebeproben aus der Analhaut entnommen werden. Auch die operative Therapie der sogenannten perianalen Thrombose (Blutklumpenbildung am After), welche selten notwenig ist, kann meist ohne Klinikaufenthalt erfolgen.
Hinsichtlich einer zu erwartenden Operation berate ich Sie gern.